Thomas Eberle
 

Über mich

Empirische Bildungsforschung als interdisziplinäre Forschungsrichtung erlangte in den vergangenen Jahren zunehmend Bedeutung für die Steuerung und Optimierung von Erziehungs- und Bildungsprozessen. Bezugswissenschaften sind insbesondere Erziehungswissenschaft/ Pädagogik, Psychologie, Soziologie und Fachdidaktiken, darüber hinaus aber unterschiedlichste Fachrichtungen, deren Inhalte Gegenstand von Bildung sind.

Die interdisziplinäre Ausrichtung und die Chance, Lehr-Lern- und Bildungsprozesse vom Ende her zu denken, kritisch zu überprüfen und schrittweise zu optimieren, macht dieses Fach für mich besonders interessant. Während viele Pädagogen ihren Schwerpunkt in der historisch geisteswissenschaftlichen Richtung setzten und erst seit kurzem unter Veränderungsdruck empirische Wege gehen, legte ich meinen Schwerpunkt frühzeitig auf die empirische Pädagogik und betreue seit Mitte der 80er Jahre empirische Forschungsprojekte, ohne die - für eine sinnvolle Theoriebildung wichtige - Auseinandersetzung mit geisteswissenschaftlicher Pädagogik und kritischer Erziehungswissenschaft zu vernachlässigen. Gerade weil mir die Grenzen empirischer Forschung bewusst sind, halte ich es für zeitgemäß, die Chancen von Bildungsforschung zu nutzen und die Ergebnisse in Theorie-Praxis-Projekten umzusetzen.

Gleichzeitig besteht mit dem Trend zu empirischer Bildungsforschung die Gefahr, solide Theoriebildung und Bildungsprozesse, deren Output nicht messbar ist, gering zu schätzen. Arbeit in pädagogischen Praxisfeldern kommt nicht umhin, Verfahren einzusetzen, die noch nicht hinreichend untersucht sind. Interdisziplinärer Austausch und intensive Reflexion des eigenen Handelns helfen, die pädagogische Praxis zu verbessern. Theorie, interdisziplinäre Theorie-Praxis-Projekte, Austausch mit Lehrenden und Lernenden und Evaluation der Praxis sind deshalb wichtige Elemente meiner Arbeit in pädagogischen Handlungsfeldern.

Pädagogik ist schon lange nicht mehr nur auf die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen beschränkt. Eine sich rasch wandelnde Gesellschaft erfordert in jeder Lebensphase den Erwerb neuer Kompetenzen und die Kooperation mit Menschen aus anderen Kulturkreisen und Subkulturen. Die Arbeit in unterschiedlichen Teams - face to face oder virtuell - gelingt nur bei entsprechender Sozial- und Selbstkompetenz und in Systemen, die unterschiedliche Fähigkeiten ihrer Mitglieder erkennen und mit flexibler Organisation die Übernahme von Verantwortung ermöglichen.

Vor diesem Hintergrund sowie aus Freude an der Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen widme ich mich so unterschiedlichen (Forschungs-)feldern wie

  • Professionswissenschaft und Lehrerbildungsforschung
  • Effekten von Outdoor-Trainings auf Selbstkonzept und Teamkompetenz
  • der Förderung von Systemkompetenz mittels Experiential Learning und Simulation & Gaming (Planspiel)
  • Medienpädagogik- und didaktik (insbesondere der Gestaltung und Evaluation von multimedialen Lernumgebungen und Blended Learning)
  • Konzeption und Evaluation von Kultur- und Bildungsarbeit an Ganztagsschulen.
  • Lehre in den Bereichen Erziehungswissenschaft, Gestaltung von Lernumgebungen, Bildungsforschung und Personalentwicklung.
  • sowie dem Coaching von Führungskräften


Seit 2009 forsche und lehre ich im Department Pädagogik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (siehe Lehrstuhl und Lehre).

Ich konzipiere, leite und evaluiere Personal- und Organisationsentwicklungsmaßnahmen, halte Trainings mit unterschiedlicher Zielsetzung und gebe meine Erfahrungen in Traineraus- und -weiterbildungen weiter. Im science committee und im steering committee (Leitungsgremium) der ISAGA sowie als Vorstandsmitglied in der SAGSAGA engagiere ich mich in der wissenschaftlichen Grundlegung und Umsetzung von Planspiel und Simulation für individuelles Lernen und Organisationsentwicklung.


Wenn Sie Fragen mich haben: jederzeit gerne! Am besten erreichen Sie mich per E-Mail.

Wichtige Stationen meines beruflichen Werdegangs finden Sie hier.

 


Thomas Eberle
Wolfgang-Koller-Straße 1
85625 Glonn